Die Heilige Schrift als unendliches Feld der Meditation

Lectio divina ist ein altbewährter Weg, mit Hilfe geistlicher Texte in den Dialog mit Gott zu treten und letztlich in die Kontemplation des schweigenden Gebetes. Der Begriff meint nicht ein Lesen im Sinne von verstandesmäßigem Erfassen eines Inhaltes, sondern einen den ganzen Menschen umfassenden Prozess.



Psalm 105, 4-5:



Fragt nach dem Herrn und seiner Macht, /
  
sucht sein Antlitz allezeit!

Denkt an die Wunder, die er getan hat /
 
an seine Zeichen und die Beschlüsse aus seinem Mund.







Lies den Text wiederholt und langsam, am besten halblaut…
Gedanken kommen und gehen…

Manche Gedanken bekommen bald ein seltsames Gewicht.
Ein Wort oder ein Satz bringt in dir etwas zum Schwingen.
Verweile bei diesem Wort, bei diesem Satz.
Wiederhole die Worte, lass sie ganz Teil werden von dir.
Du wirst bald merken, dass du angesprochen wurdest.
Du bist zur Hörenden, zum Hörenden geworden.

Antworte mit einem kurzen Gebet oder mit einer Geste und verweile in Stille.
 

Hinter jedem Schriftwort

öffnen sich unendliche

Räume geistlicher

Erkenntnis.